Bücher und Gedichte von Werner Saemann |
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Brief des Dr. Werner Kügel, Präses des Pegnesischen Blumenordens: Lieber Herr Saemann, mein Vorsatz, Ihnen zu schreiben, ist schon lange gefaßt, wurde aber durch das Lesen Ihres Buches noch hinausgeschoben. Gerne ergreife ich die Gelegenheit, meine Eindrücke sowohl von dieser Lektüre als auch von dem schönen Abend in Sülzfeld zu schildern. Mit dem Bericht über die gesundheitliche Lage Ihrer Frau sind Sie meiner besorgten Erkundigung zuvorgekommen. Trotz des vorübergehenden Sehverlustes glaube ich, daß Sie zuversichtlich sein können, und bin selber erleichtert. Sülzfeld, nicht mit Sulzfeld am Main zu verwechseln, stellt den Navi vor eine nicht alltägliche Aufgabe, und die schmale Fahrstraße (nur für Forstbetrieb?) von Coburg über Schlettach (durch den Wald mit 15 % Gefälle) den Fahrer. Werner Saemann hat zu einer Vorstellung seines Buches « Das Leben ist kein Honigtöpfchen » passenderweise an einen Ort eingeladen, wo sich Fuchs und Has gute Nacht sagen. Doch welche Großzügigkeit des Raumes empfängt den Besucher, wenn er in dem großen Haus den Wohnbereich durchstiegen hat und in den Kulturraum mit offener Dachkonstruktion gelangt! Sogar eine Musikantenempore wie in Renaissance-Landsitzen ist vorhanden, und sie wird von zwei jungen Trompetern belebt, die dem Hausherrn seine Lesung auflockern, was er auf seinem eigenen Kornett nicht mehr bewältigen kann. Er ist, mit beinahe 80 Lebensjahren, nicht mehr in der besten Verfassung, aber nach vielen anregenden Abenden, die er hier gestaltet hat, wird er nun in eigener Sache aktiv, und es gelingt ihm, den Zuhörern, die den Raum völlig besetzt haben, einen Eindruck zu vermitteln, welche Weite seine Welt und sein Herz gewonnen haben, seit er als kleiner Junge aus dem Handwerkermilieu Nürnbergs hervorging. Am Ende steht der Eindruck deutlich jedermann vor Augen: Der alte Saemann war ein toller Kerl! Und nicht nur das — er hat auch immer dazugelernt. Das Buch wird vom Literaturagenten, der es ohne eigenen Gewinn zum Druck beförderte, ausdrücklich nicht einer literarischen Gattung zugerechnet. Es ist eben Werner Saemanns Buch, ein Textalbum anstatt eines Bilderalbums, eine Perlenkette ungewöhnlicher Erlebnisse, durchsetzt von gewöhnlichen Begebenheiten in sehr persönlicher Auffassung, eine bunt gereihte Übersicht seines bewegten Lebens. Er gibt nur ein knappes dutzend Episoden zum besten, weiß mit der Zeit und der Auffassungskraft seiner Zuhörer umzugehen, und viele sind so neugierig geworden, daß sie ein Buch erstehen und signieren lassen. Man kann das Buch gar nicht in einem Zug durchlesen. Nach dem oder jenem haarsträubenden Unfall, der einen oder anderen zehenkrümmenden Peinlichkeit, besonders gelungenen lyrischen oder moralisierenden Passagen des teils verschmitzten, teils reuigen Picaro, muß man einfach seine eigenen Reflexionen dagegensetzen und erst einmal das Gelesene wirken lassen. Und, bei allem, was man selber erlebt zu haben glaubt, der Mann hat auf eine immer von Gefahren umstellte Weise reinen Herzens und bedenkenlos so viel angestellt, daß er als Landpfarrer eigentlich eine völlig deplazierte Figur machen würde, hätte er sich nicht zu einer Art Altersweisheit durchgerungen. Man soll auch nicht glauben, daß er völlig naiv daherschreibt, ohne eine Ahnung von Literatur und ihren Handwerksbräuchen sowie deren Überwindung zu haben. Er ist immerhin Mitglied im Autorenverband Franken und seit wenigen Jahren sogar in der ältesten ununterbrochen bestehenden Literatur- und Sprachgesellschaft Deutschlands, dem Pegnesischen Blumenorden. Der Präses dieses unter Fachleuten weitberühmten Ordens ist anwesend, und er traut seinen Ohren kaum: Hier schreibt einer wie die Verfasser des Guzman oder Lazarillo de Tormes, aber nicht im 16. Jahrhundert, sondern heute, und dank Details wie der roten Horex und der Ausbildung zum Missionar in Neuendettelsau klingt das nicht museal, sondern heutig. Ausflüge in die Romantheorie und Lektüre solcher Klassiker wie Tristram Shandy haben es nicht vermocht, Werner Saemanns Art und Weise, wie er darzustellen und sich zu äußern wünscht, zu beeinflussen. Also hat man einen im Schillerschen Sinne weniger sentimentalischen als naiven Dichter vor sich, der ein völlig ungebrochenes Verhältnis zur Realität hat, eben weil er sich der Wirklichkeit ohne Ziepfigkeit ausgeliefert hat. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, darum verbietet sich die Frage an den selbstlosen Literaturagenten, ob er nicht etwas gegen die zahlreichen Druckfehler hätte unternehmen können. Der vom Inhalt Gepackte liest darüber hinweg, deswegen wohl auch der Autor selber. Ansonsten ist das Buch schön ausgestattet und eine Zierde des Bücherschrankes. Man wünscht dem geistlich gewordenen Schelmen (im Sinne des Schelmenromans!) noch viele solche Abende im Dienste der Kulturvermittlung in dieser Ortschaft, die zwar abgelegen aussieht, aber eben doch von Coburg, von Hildburghausen, von Bad Rodach, von Meiningen binnen kurzer Zeit erreichbar ist. Der einzigartigen Veranstaltung vom 25. Oktober 2015 wird sich aber kaum etwas an die Seite stellen können. Herzliche Grüße Werner Kügel | ||||
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